Berufung gescheitert. Oliver Weilharter bleibt in Dänemark.

Januar 2013. Richter wirft dem dänischen Vater die Entführung seines Sohnes vor. Dennoch muss Oliver nicht zurück nach Österreich. So entschied nun das Landgericht im Berufungsverfahren.

Oliver und Marion Weilharter

Oliver und Marion Weilharter

Die Familie Weilharter, gefangen in einem internationalen Sorgerechtsstreit.

Nachdem ein dänisches Gericht in Helsingør im September 2012 dem Vater von Oliver Weilharter, Thomas Sørensen,  das Sorgerecht in Dänemark zugesprochen hatte, kam es nun zur Berufungsverhandlung vor dem  „östlichen High Court,“, welches das Urteil der ersten Instanz bestätigte.

Oliver soll nicht an die Mutter in Österreich ausgeliefert werden.

 

Richter uneinig.

Die drei Richter des östlichen Landgerichtes waren sich jedoch in dieser Berufungsverhandlung nicht einig. So erläuterte einer der drei Richter, dass er den gewöhnlichen Aufenthalt von Oliver in Österreich sehe und der daher für eine Auslieferung von Oliver plädiere. Auch sah er die Handlung von Thomas Sørensen als Entführung an.

Die zwei anderen Richter sahen den gewöhnlichen Aufenthalt in Dänemark, zumal Oliver bis 2010 dort dauerhaft ansässig war und er dann von der Mutter, ohne rechtliche Grundlage,  nach Österreich mitgenommen wurde. Thomas Sørensen habe seinen Sohn aufgrund eines rechtsgültigen Sorgerechtsbeschlusses nach Dänemark geholt, so dass der Straftatbestand der Kindesentführung nicht erfüllt ist.

 

Richtigstellung der Familie Weilharter:

Laut Marion Weilharter waren die Grundlagen für diese Sichtweise der 2 Richter ein nachträglich produziertes  Dokument sowie Aussagen des Vaters. 

Marion Weilharter ist auch nach dänischem Recht, völlig legal mit Oliver nach Österreich umgezogen.

 

Internationaler Sorgerechtsstreit seit 2010

Die Eltern des Fünfjährigen streiten seit 2010 um das Sorgerecht. Damals war Marion Weilharter mit ihrem Sohn Oliver, laut Aussagen des Vater ohne Genehmigung des Vater von Dänemark  nach Österreich gezogen.

Richtigstellung der Familie Weilharter:

Da Marion Weilharter das alleinige Sorgerecht hatte, war eine Genehmigung des Vaters nicht erforderlich.

Dänische Gerichte sprachen daraufhin dem Vater das volle Sorgerecht zu. Im Gegenzug entschied ein östreichisches Gericht das Sorgerecht zu Gunsten der Mutter.

In Österreich hatte die Mutter per Gesetz immer das alleinige Sorgerecht. Ein österreichisches Gericht hat daher die Auslieferung von Oliver nach Dänemark abgelehnt.

Am 3. April 2012, als Marion Weilharter und Oliver vor dem Kindergarten aus dem Auto stieg, wurde sie von einem unbekannten Mann gepackt und festgehalten. Währenddessen zerrte Thomas Sørensen Oliver aus dem Kindersitz im Auto der Mutter und brachte ihn in einen Fluchtwagen. Anschließend flüchteten die Männer mit Oliver nach Dänemark.

Die österreichischen Behörden ließen daraufhin mit europäischem Haftbefehl nach Sørensen suchen, das dänische Justizministerium lehnte es jedoch ab, den Mann auszuliefern,

Im September war Thomas Sørensen von der österreichische Justiz in Graz zu einem Jahr bedingter Haft  verurteilt worden verbunden mit der Verfügung, den Jungen sofort der  Mutter Marion Weilharter in Österreich zu übergeben. Thomas Sørensen ging in die Berufung, welche noch aussteht.

 

Marion Weilharter:  „Ich kann dies nicht akzeptieren“.

„Ich kann dies nicht akzeptieren“. Kann Europa es akzeptieren??  Dies bedeutet, dass wir alle Angst haben müssen, dass dänische Staatsbürger in unser Land kommen und  unsere Kinder nehmen. Es kann jedem passieren,“ schrieb Marion Weilharter.

 

Thomas Sørensen, war laut einem Sprecher, beschwingt durch das Dezember-Urteil, sei jedoch besorgt, dass er möglicherweise das Sorgerecht nicht dauerhaft behalten könne.

 

Videos zum Fall Oliver finden Sie auf unserem Youtube_Kanal unter : http://www.youtube.com/user/kindesentzug24