Bundespolizei verhindert 2-fache Kindesentführung in München

Bundespolizisten verhinderten am Flughafen München haben eine zweifache Kindesentführung nach Tunesien.

Ein 51-jähriger Vater wollte mit seiner fünfjährigen Tochter und seinem zwei Jahre alten Sohn nach Tunesien – ohne Wissen und Zustimmung der Mutter.

Wie die  Bundespolizei berichtet, wollte der  51-Jährige mit österreichisch-tunesischer doppelten Staatsangehörigkeit , mit seinen beiden Kindern, von München nach Tunis fliegen. Bei der Passkontrolle  erzählte der gebürtiger Tunesier von einem Todesfall in seiner Heimat.  Daher wolle er mit den Kindern nach Tunesien. Die Mutter sei bereits dort, sei aber telefonisch nicht erreichbar. Auch eine schriftliche Einverständniserklärung konnte er nicht vorlegen.

Die Bundespolizei hakte in dem Fall nach. Das Polizeikooperationszentrum in Passau fand schließlich heraus, dass die 29 Jahre alte Mutter in ihrer Heimat Leogang bereits bei der Polizei war, um ihre Kinder als vermisst zu melden. Dabei äußerte sie den Verdacht des Kindesentzugs durch den Vater.

Der Vater habe die Kinder abholen sollen, sei dann aber nicht nach Hause gekommen. Zudem vermisse sie die Pässe und eine größere Menge Bargeld. Als Grund für ihren Verdacht nannte die Österreicherin die bevorstehende Scheidung.

Die Bundespolizei nahm den Tunesier in Haft. Die Kinder wurden noch in der Nacht wohlbehalten der Mutter übergeben.

 

By |16 Februar 2017|Categories: Kindesentführung, Kindesentzug, Polizeimeldungen|Tags: , |Kommentare deaktiviert für Bundespolizei verhindert 2-fache Kindesentführung in München