Wie die Erwerbslosen-Initiative „Ali-Gegenwind“ berichtet, hat eine alleinerziehende Mutter ihren Leistungsantrag etwas verspätet abgegeben.

Geschuldet der Tatsache dass der Antrag durch die Behörde nach 10 Tagen noch immer nicht bearbeitet wurde, ersuchte sie um einen Vorschuss, da der betroffenen Mutter kein Geld mehr für Lebensmittel für sich selbst und ihrem Kind zur Verfügung stand.

Wie die Initiative weiter berichtet, wurde der Frau im Eingangszonenbüro jedoch keine finanzielle Hilfe gewährt. Ganz im Gegenteil, das Gespräch verlief mit Vorwürfen gegen die alleinerziehende Mutter und endete in einer in dieser Art und Weise nicht nachvollziehbaren Androhung von Kindesentzug durch die Mitarbeiterin der Behörde gegenüber der Mutter.

„Wenn sie das Kind nicht versorgen können dann kümmert sich das Jugendamt“, so die Mitarbeiterin der HartzIV Behörde.

 

Betroffene Mutter erlitt Panikattacke.

Die alleinerziehende Mutter verließ geschockt und ohne Geld das Gebäude und ging nach Hause. Getrieben durch die Angst vor Kindesentzug durch das Jugendamt erlitt die Betroffene hier eine Panikattacke, welche in ihrer Heftigkeit so stark war, dass ein Krankenwagen hinzu gerufen werden und die Betroffene eine Nacht im Krankenhaus verbringen musste.

Hätte die Mutter nicht über gute Freunde verfügt, so hätte davon ausgegangen werden müssen, dass das Kind noch vom Jugendamt abgeholt worden wäre.

Es bleibt völlig unverständlich, wie man einer alleinerziehenden Mutter in einer hilflosen Situation, aufgrund einer simplen Bitte bzw. Nachfrage einen behördlichen Kindesentzug androhen kann. Auch bleibt hier dringend die Qualifikation der entsprechenden Mitarbeiterin durch eine externe Behörde und eventuelle strafrechtliche Belange durch die Staatsanwaltschaft zu prüfen.

Es ist schlicht nicht hinnehmbar, wie für den Bereich des Kindeswohles nicht qualifizierte Mitarbeiter von Behörden, diesen als eine Art Drohgebärde oder Druckmittel einsetzen und sich anmaßen über Kindeswohl oder Kindeswohlgefährdung zu entscheiden.