Anzeichen für Kindesentzug und Kindesentführung.

Eindeutige Anzeichen für einen Kindesentzug oder eine internationale Kindesentführung gibt es meist nicht.

Aufgrund mehrjähriger Erfahrung im Bereich des Kindesentzuges, Kindesentführung und der internationalen Kindesrückführung und durch unzählige Gespräche mit Betroffenen, kristallisierte sich ein “Schema” der Kindesentführer heraus, welches uns die Möglichkeit gibt, einige “Anzeichen” für einen bevorstehenden Kindesentzug ins Ausland im Vorfeld zu erkennen. Unten stehende Auflistung soll Ihnen hierzu eine Hilfe sein, kann Ihnen jedoch keinen sicheren Schutz bieten.

Oftmals ist die Angst einer Kindesentführung größer, als die reelle Gefahr, besonders im direkten Anschluss an eine Trennung. In den meisten Fällen relativiert sich dies jedoch wieder, sobald die erste Phase der Trennung überwunden ist.

Sollten Sie die konkrete Vermutung oder den begründeten Verdacht haben, dass Ihr Kind vom anderen Elternteil oder von dessen Bekannten oder Angehörigen ins Ausland entführt oder dort ohne Ihr Einverständnis zurückbehalten werden soll, nehmen Sie diese Anzeichen sehr ernst.

Letztendlich ist jeder Fall individuell. Die Anzeichen verstärken sich mit der Anzahl der einzelnen Punkte. Es ist daher wichtig, stets die Situation objektiv zu bewerten und nicht nur einen einzelnen Punkt aus der aufgeführten Aufstellung als Anzeichen für eine Kindesentführung oder einen Kindesentzug zu werten.

Nachfolgende erste Anzeichen können als Orientierungshilfe dienen.

  • Der Kindesentzug wird unterschwellig angekündigt
  • Es wird eine Kindesentführung als Drohung oder Erpressung eingesetzt.
  • Der ausländische Elternteil hat großes „Heimweh“ und spricht immer öfter von einem Umzug in sein Heimatland.
  • Der ausländische Elternteil möchte mit dem Kind alleine in den Urlaub.
  • Der ausländische Elternteil baut oder erwirbt Immobilien in seinem Heimatland..
  • Der ausländische Elternteil besorgt sich eine „eigene“ Geburtsurkunde
  • Der Pass des Kindes ist verschwunden
  • Es wird auf eine Passeintragung des Kindes im Pass des ausländischen Elternteils gedrängt.
  • Es erfolgte eine Passeintragung im Pass des ausländischen Elternteils
  • Das Kind wurde für Deutschland untypisch geimpft.
  • Die Familie des ausländischen Elternteils drängt darauf, dass das Kind im Heimatland des ausländischen Elternteiles aufwachsen soll.
  • Es wird sich verstärkt nach Schulen im Heimatland umgesehen.
  • Ein muslimischer Elternteil versteift sich plötzlich stark auf seine Religion.
  • Dem Kind wird verstärkt die Heimatsprache des ausländischen Elternteils beigebracht.
  • Der muslimische Elternteil ist mit der christlichen und freizügigen Umgebung in Deutschland nicht mehr einverstanden.
  • Es „verschwinden“ größere Geldbeträge, entweder auf einmal oder in kleineren Mengen über eine gewisse Zeit, oft auch Jahre.
  • Der ausländische Elternteil hat keinen eigenen Bekanntenkreis in Deutschland nach der Trennung / Scheidung..
  • Der ausländische Elternteil hat kein eigenes Einkommen nach einer Trennung / Scheidung.
  • Im Heimatland des ausländischen Elternteils, (meist Muslime) wird eine Trennung/Scheidung und der „Verlust“ des Kindes als Verletzung der Eher oder des Stolzes angesehen.
  • Kinderspielzeug “verschwindet”.
  • Fotos des Kindes “verschwinden”
  • Fotos des Partners werden gelöscht.

Bitte sehen Sie die aufgeführten Punkte lediglich  als einen Leitfaden an und reagieren entsprechend behutsam, um einen Konflikt nicht weiter zu verschärfen.

Präventionsmaßnahmen zum Kindesentzug finden Sie hier.

 

Sollten Ihnen weitere Anzeichen zu einer Kindesentführung bekannt sein, so teilen Sie uns diese bitte über unsere Kommentarfunktion mit.