Kindesentzug24 aktuell

Janine Schoch bekommt Sorgerecht in Tunesien

Janine Schoch hat heute im Berufungsverfahren in Tunesien, dass Sorgerecht für ihre beiden, vom Vater entführten, Kinder Jonas und Elias erhalten.

 

Kindesentführung Jonas und Elias Schoch

Quelle: Privat

Nachdem Janine Schoch im vergangenen Jahr in erster Instanz in Tunesien die Sorgerechtsverhandlung verloren hat, kam es heute im Berufungsverfahren zu einem erneuten Urteil.

Das Berufungsgericht in Tunesien hob das Urteil aus erster Instanz auf und sprach Janine Schoch das Sorgerecht für ihre beiden Söhne Jonas und Elias zu.

 

Uneingeschränkte Sorge

Wie aus dem mündlichen Urteil zu entnehmen war, darf Janine Schoch , sich mit Ihren Kindern künftig in Tunesien frei bewegen und alle die Kinder betreffenden Belange selbst entscheiden.

Somit sollte nun auch der „Schikane“ durch die Großeltern, bei welchen die Kinder seit Ihrer Entführung im Jahr 2010 „untergebracht“ sind, ein Ende gesetzt sein.

 

Kindesentführung 2010

Issam O., der leibliche Vater der beiden Jungen, hat die Kinder im Sommer 2010 aus der Schweiz nach Tunesien entführt.  Wenig später wurde er in Marokko verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert. In zweiter Instanz wurde Issam O. zu einer Haftstrafe von 6 Jahren ohne Chance auf vorzeitige Entlassung verurteilt und die Kindesentführung als Dauerdelikt gewertet. Demnach kann Issam O., nach Ablauf der 6 Jahre, erneut wegen Kindesentführung verurteilt werden, sollte er bis dahin einer Ausreise der beiden Kinder aus Tunesien nicht zugestimmt haben.

 

Janine Schoch erhält Besuchsrecht

Bereits 2011 erstritt Janine Schoch ein Besuchsrecht in Tunesien, welches sie seitdem auch regelmäßig wahrnimmt. Issam O. drohte ihr bis zu ihrer Abreise nach Tunesien am vergangenen Freitag wiederholt mit einer Verhaftung in Tunesien.

Sobald das schriftliche Urteil vom Berufungsgericht in Tunesien vorliegt, werden die weiteren Schritte besprochen.

 

Gratulation an die Mutter und an Tunesien

Hier und heute gratulieren wir Janine Schoch nun erst einmal zu Ihrem Erfolg und der tunesischen Justiz zu ihrer objektiven, ehrlichen und dem Kindeswohl entsprechenden Entscheidung.