Bundesweit kommt es derzeit bei den Polizeidienststellen verstärkt zu anrufen besorgter Eltern.

Angeblich soll in Deutschland eine „Organmafia“ ihr Unwesen treiben, welche Kinder entführt um ihnen die Organe zu entnehmen.

Die Geschichten entpuppen sich jedoch wiederholt als „Hoax“, eine unwahre Schockgeschichte, welche meist über die sozialen Netzwerke verteilt wird und mittlerweile schon dazu führt, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr in den Kindergarten oder in die Schule schicken.

Aktuell wird dieser Hoax so weit getrieben, dass bei Facebook ein Foto aufgetaucht ist, welches zwei vermeintliche Kindesentführer zeigen soll. Diese sollen 2 Kinder in einen weißen Lieferwagen gezerrt haben um ihnen die Organe zu entnehmen.

Die verbreiteten Geschichten sind immer gleich, nur die Stadt des Geschehens ändert sich über das gesamte Bundesgebiet hinweg.

Diese Meldungen sind definitiv falsch. Während die Organmafia in den Armenvierteln von Südamerika oder Asien tatsächlich aktiv ist, ist der Polizei in Deutschland keiner dieser Fälle bekannt.

Die Polizei in Wiesbaden gibt in ihrer Pressemitteilung folgende Tipps:

Was kann man tun, wenn man eine solche Mail erhält:

  • Seien sie kritisch! Senden Sie Warnmeldungen nicht einfach weiter, insbesondere nicht in dem Gedanken, etwas Gutes zu tun und auch andere vorsorglich warnen zu wollen. Ihre Kontaktpartner werden sich nicht freuen, sondern genauso verunsichert sein wie Sie.
  • Falls Sie meinen, die Warnung weiterleiten zu müssen, haken sie vorher lieber nach, z.B. bei dem Absender, um zu erfahren, welche Erkenntnisse er zum Wahrheitsgehalt gewonnen hat oder wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihre örtliche Polizeidienststelle. Und wenn Ihnen nach Kontaktaufnahme mit dem Absender beispielsweise ein bereits extra geschalteter Anrufbeantworter der benannten Institution berichtet, dass man mit der Meldung nichts zu tun hat und von weiteren Anrufen verschont bleiben möchte, können Sie von einer Falschmeldung ausgehen.
  • Eines sollten Sie nicht tun: überschnell reagieren und leichtfertig die Meldung an ihren Adressverteiler weitersenden.
  • Informationen und eine Liste zu solchen Hoax hat übrigens die Technische Universität Berlin zusammengestellt. Deren Webseite bietet gute Informationsmöglichkeiten, auch um diese Mitteilungen einzuschätzen.

 

Aktuelle Pressemeldungen der Polizei haben wir hier zusammen gefasst:

Polizeipräsidium Mittelhessen – Gießen

POL-GI: Polizei weist auf kursierende Falschmeldungen hin – „Aprilscherze“ das ganze Jahr – Meldung von angeblichen Kinderfängern einer Organhandel-Mafia ist Unfug!

Gießen (ots) – Mittelhessen: Immer wieder verbreiten Zeitgenossen Meldungen, die den Anschein haben echt zu sein, an denen auch etwas dran sein könnte, die so leicht Angst machen sollen, sich aber bei kritischer Überlegung und Nachforschungen nicht als wahr herausstellen. Diese Meldungen nennt man HOAX. Aus dem englischen für hocus, Jux oder Schabernack, so wie ein Aprilscherz. Das Problem: zahlreiche Leichtgläubige versenden die falschen Warnungen all zu leichtfertig in Kettenbriefmanier in den neuen Medien, im Internet, in den sozialen Netzwerken oder per Mail weiter. In dem Glauben, etwas Gutes zu tun und andere zu warnen, verängstigen sie damit tatsächlich aber nur unnütz andere und verstopfen zudem die Internetwege. Deshalb bittet die Polizei Angeschriebene mit solchen „Aprilscherzen“ das ganze Jahr über kritisch umzugehen.

In den letzten Wochen wurden auch in Mittelhessen wieder solche Meldungen verbreitet und erzeugten mancherorts die bei solchen HOAX gewünschte Wirkung. Bei den Polizeidienststellen riefen unter anderem besorgte Mütter an und erkundigten sich nach dem Stand der Bedrohung. Über Soziale Netzwerke hatten sie oder auch ihre Kinder eine Mail erhalten, die vor bulgarischen Kinderfängern warnte, so im Raum Gießen, aber auch in der Wetterau:

„!!! Passt auf eure Kinder auf!!! In Bad Nauheim und Friedberg wollten 2 Männer in einem weißen Lieferwagen mit Kennzeichen BG (Bulgarien) Kinder entführen! Man vermutet dass es sich dabei um die Organmafia handelt! Auch in Butzbach ist die Polizei schon den ganzen Tag am Suchen. Lasst eure Kinder nicht alleine raus!“

Die Meldungen waren vielfach „geteilt“ und mit entsprechenden Kommentaren weitergeleitet worden.

Bei dem, was man täglich so mitgeteilt bekommt, scheint heute ja nahezu alles möglich. Diese Warnung kursiert in den letzten Wochen bundesweit mit unterschiedlichen Ortsbezügen und hatte auch früher schon ähnliche Vorläufer. Wenngleich eine allgemeine Vorsicht immer angebracht ist, so ist diese Meldung doch als sogenannter Hoax (Schabernackmeldung) zu sehen und entbehrt hier tatsächlicher Grundlage. Als mögliche Initialzündung für diese Meldung wird verschiedentlich eine erfundene Geschichte in einem „Tatort“-Krimi aus dem Jahr 2011 gesehen, nach der wohl die ersten Meldungen mit diesem Inhalt auftauchten.

Die Zahl der Hoaxes wächst ständig und es sind meist Nachahmungen anderer bereits kursierender Falschmeldungen. Immer wieder bekommen sachkundige Polizeibeamte Hoaxes zugeleitet, die sie vor Jahren schon als solche gekannt haben, die aber anscheinend immer noch auf Verbreitungstour sind oder neu aktiviert wurden.

Was kann man tun, wenn man eine solche Mail erhält:

Seien sie kritisch! Senden Sie sie nicht einfach weiter, insbesondere nicht in dem Gedanken, etwas Gutes zu tun und auch andere vorsorglich ebenfalls warnen zu wollen. Die werden sich nicht freuen, sondern eher genauso verunsichert. Falls Sie meinen, die Warnung weiterleiten zu müssen, haken sie vorher lieber nach, z.B. bei dem Absender, um zu erfahren, welche Erkenntnisse er gewonnen hat oder bei einer vielleicht angegebenen Adresse. Prüfen Sie doch mal den Wahrheitsgehalt. Und wenn ihnen dort beispielsweise ein deshalb bereits extra geschalteter Anrufbeantworter der benannten Institution berichtet, dass man mit der Meldung nichts zu tun hat und von weiteren Anrufen verschont bleiben möchte, können Sie von einem solchen, wenn auch vielleicht schlimmen „Aprilscherz“ ausgehen. Eines sollten Sie aber nicht tun: überschnell reagieren und leichtfertig die Meldung an ihren Adressverteiler weitersenden. Ähnliches gilt auch für Hoaxes mit Virenwarnungen. Auch hier gilt es, kritisch mit solchen bereits zahlreich existierenden Warnungen umzugehen, bevor man das dort Beschriebene befolgt und am eigenen PC vielleicht Schaden anrichtet oder die Hoax-Meldung an seine Freunde und Bekannten weiterleitet, die dann vielleicht unter dem „Aprilscherz“ zu leiden haben.

Informationen und eine Liste zu solchen Hoax hat übrigens die Technische Universität Berlin zusammengestellt. Deren Webseite bietet gute Informationsmöglichkeiten, auch um diese Mitteilungen einzuschätzen.

Willi Schwarz Pressesprecher

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

Digitale Pressemappe:

http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43559

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ferniestraße 8

35394 Gießen

Telefon: 0641-7006 2040

Fax:       0641-7006 2048

E-Mail: poea-gi.ppmh@polizei.hessen.de oder

http://www.polizei.hessen.de/ppmh

 

Polizei Gelsenkirchen:

Schockgeschichte beunruhigt Bürger-Entwarnung durch die Polizei

Gelsenkirchen (ots) – Aktuell wird ein Foto in den sozialen Medien geteilt, dass zwei männliche Personen in einem Lieferwagen zeigt. Diese beiden Männer sollen vermeintliche Kindesentführer sein, die Kinder zu Organentnahmen in das Fahrzeug gezerrt hätten. Vorfälle dieser Art soll es laut der Meldung in Essen, Mülheim, Oberhausen und Gelsenkirchen gegeben haben. Aufgrund dieser Meldung kam zu einer Vielzahl von Anrufen besorgter Bürger bei der Polizei. Recherchen in den betroffenen Behörden verliefen negativ. Vorfälle dieser Art sind dort nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um eine frei erfundene Schockgeschichte handelt. Einen sogenannten Hoax. Für die Bevölkerung besteht kein Grund zur Besorgnis.

Rückfragen bitte an:

Polizei Gelsenkirchen

Pressestelle

Telefon: 0209 / 365 2010

E-Mail: pressestelle.gelsenkirchen@polizei.nrw.de

 

 

Polizei Mannheim:

 

POL-MA: Sinsheim/Neckarbischofsheim/Mannheim: Meldungen über „Organmafia“ in Deutschland ein „Fake“; auch in Sinsheim, Neckarbischofsheim und Mannheim kursieren Gerüchte über Kindesentführungen

Sinsheim/Neckarbischofsheim/Mannheim (ots) – Die Meldungen über eine Organmafia verbreiten sich derzeit bundesweit wie ein Lauffeuer. Diese Meldungen warnen vor allen Dingen im Internet und in Sozialen Medien davor, dass Kinder entführt und ins Ausland, nach Bulgarien und Rumänien, verschleppt werden, um dort mit deren Organen zu handeln.

Mittlerweile machen diese Gerüchte auch vor Mannheim, Sinsheim und selbst Neckarbischofsheim nicht Halt. Vor einem Drogeriemarkt in der Sinsheimer Innenstadt soll es in den vergangenen Tagen mehrfach zu versuchten Kindesentführungen gekommen sein, die dieser Organmafia zuzurechnen sei.

Wie sehr dort diese Meldungen beunruhigen zeigt sich dadurch, dass besorgte Eltern ihre Kinder bereits nicht mehr in den Kindergarten gehen lassen. Anzeigen über konkrete Vorfälle wurden bislang nicht erstattet.

Die Gerüchte werden vor allem, ähnlich der Stillen Post, weitererzählt.

An alle, die diese Meldungen schon gehört haben oder noch hören werden: Alle Meldungen zur Organmafia sind falsch, ein Hoax, ein Fake, eine Mär – also frei erfundene Geschichten, die nur eines zum Ziel haben: Sie sollen Angst und Schrecken verbreiten.

Die Organmafia ist in den Armenvierteln von Südamerika oder Asien tatsächlich aktiv. In Deutschland sind bislang keine Fälle von Organhandel bekannt, auch nicht im Zusammenhang mit Kindesentführungen.

Deshalb unser Rat, sich von diesen Meldungen nicht beunruhigen zu lassen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mannheim

Öffentlichkeitsarbeit

Norbert Schätzle

Telefon: 0621 174-1102

E-Mail: mannheim.pp.oe@polizei.bwl.de

http://www.polizei-bw.de/

 

Wiesbaden – Polizeipräsidium Westhessen

 

Pressemitteilung der Polizei für Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis

Wiesbaden (ots) – Polizei weist auf kursierende Falschmeldungen hin – Meldung von angeblichen Kinderfängern einer Organhandel-Mafia ist Unfug! Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis,

Immer wieder werden insbesondere in den „Neuen Medien“ unwahre Meldungen verbreitet, die in der Bevölkerung Angst und Schrecken verbreiten. Solche Meldungen nennt man HOAX. Der Begriff stammt aus dem Englischen für hocus und bedeutet Jux oder Schabernack, so wie ein Aprilscherz. Das Problem: Zahlreiche Besorgte versenden die falschen Warnungen all zu leichtfertig in Kettenbriefmanier in den „Neuen Medien“ – im Internet, in den sozialen Netzwerken oder per Mail weiter. Dies erfolgt in dem Glauben, etwas Gutes zu tun und andere zu warnen. Tatsächlich wird Angst und Schrecken in der Bevölkerung verbreitet.

Deshalb bittet die Polizei mit derartigen Meldungen kritisch und sorgsam umzugehen.

In den letzten Wochen sind solche Meldungen auch vermehrt rund um Wiesbaden wieder aufgetaucht und verbreitet worden. Bei den Polizeidienststellen riefen unter anderem besorgte Mütter an und erkundigten sich nach dem Stand der Bedrohung durch angebliche „Menschen-/Organhändler“. Über Soziale Netzwerke wurde eine Meldung verbreitet, die vor “ Kinder-/Organhändlern“ warnte. Die Meldung war vielfach „geteilt“ und mit entsprechenden Kommentaren weitergeleitet worden.

Im Bereich des PP Westhessen werden alle eingehenden Hinweise zu Organ- und Menschenhandel überprüft und erforderlichenfalls polizeiliche Maßnahmen veranlasst. Eine Bewertung durch die Kriminalpolizei ergab, dass in diesem Fall keine tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen entsprechender Straftaten vorhanden sind. Warnmeldungen mit gleichem Hintergrund kursieren in den letzten Wochen bundesweit in den „Neuen Medien“ und hatten auch früher schon ähnliche Vorläufer. Wenngleich eine allgemeine Vorsicht immer angebracht ist, so ist diese Meldung als sogenannter Hoax zu sehen und hat keine tatsächliche Grundlage.

Als mögliche Initialzündung für diese Meldung wird verschiedentlich eine erfundene Geschichte in einem „Tatort“-Krimi aus dem Jahr 2011 gesehen, nach der wohl die ersten Meldungen mit diesem Inhalt auftauchten.

Die Zahl der Hoax-Meldungen wächst ständig und es sind meist Nachahmungen anderer bereits kursierender Falschmeldungen. Immer wieder bekommen sachkundige Polizeibeamte Hoaxes zugeleitet, die sie vor Jahren schon als solche gekannt haben, die aber anscheinend immer noch auf Verbreitungstour sind oder neu aktiviert wurden.

Was kann man tun, wenn man eine solche Mail erhält:

Seien sie kritisch! Senden Sie Warnmeldungen nicht einfach weiter, insbesondere nicht in dem Gedanken, etwas Gutes zu tun und auch andere vorsorglich warnen zu wollen. Ihre Kontaktpartner werden sich nicht freuen, sondern genauso verunsichert sein wie Sie.

Falls Sie meinen, die Warnung weiterleiten zu müssen, haken sie vorher lieber nach, z.B. bei dem Absender, um zu erfahren, welche Erkenntnisse er zum Wahrheitsgehalt gewonnen hat oder wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihre örtliche Polizeidienststelle. Und wenn Ihnen nach Kontaktaufnahme mit dem Absender beispielsweise ein bereits extra geschalteter Anrufbeantworter der benannten Institution berichtet, dass man mit der Meldung nichts zu tun hat und von weiteren Anrufen verschont bleiben möchte, können Sie von einer Falschmeldung ausgehen.

Eines sollten Sie nicht tun: überschnell reagieren und leichtfertig die Meldung an ihren Adressverteiler weitersenden.

Informationen und eine Liste zu solchen Hoax hat übrigens die Technische Universität Berlin zusammengestellt. Deren Webseite bietet gute Informationsmöglichkeiten, auch um diese Mitteilungen einzuschätzen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Westhessen – Wiesbaden

Konrad-Adenauer-Ring 51

65187 Wiesbaden

Pressestelle

Telefon: (0611) 345-1042

E-Mail: pressestelle.ppwh@polizei.hessen.de