Kindesentzug: Vater verurteilt

Kindesentzug nach Ägypten: Vater verurteilt

Ein 53-jähriger Österreicher wurde wegen Kindesentführung seiner beiden Söhne nach Ägypten verurteilt. Der aus Ägypten stammende Mann hat vor mehr als 4 Jahren seine damals sieben und neun Jahre alten Söhne in sein Heimatland verbracht und ist dort im Rahmen eines Familienurlaubs mit Ihnen untergetaucht.  Vergangenes Jahr konnte er bei einer Einreise nach Österreich am Wiener Flughafen festgenommen werden. Von den Kindern fehlt weiterhin jede Spur.

 

2 Monate um Kinder nach Österreich zu bringen

Der Prozess gegen den Vater am Landesgericht Steyr begann bereits m November. Das Gericht habe dem Vater zwei Monate Zeit gegeben um die beiden Jungen durch Verwandte nach Österreich bringen zu lassen, so Gerichtssprecher Christian Mayer. Die Kinder sind derzeit aber noch immer Ägypten und können nach Aussage des Vaters nur durch ihn persönlich in Ägypten abgeholt werden.

 

1 Jahr Haft und 1.000 Euro Schadenersatz für die Mutter

Der Angeklagte 53-jährige, welcher ein Geständnis abgelegt hat, wurde zu einem Jahr unbedingter Haft verurteilt. Den Aufenthaltsort der Kinder nannte er im Verfahren nicht. Weiterhin muss er der Mutter 1.000 Euro Schadenersatz wegen der erlittenen seelischen Qualen erstatten.

 

Fall ist Dauerdelikt

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da der 53-Jährige und auch die Staatsanwaltschaft Berufung einlegten. Das Strafmaß bei Kindesentführung liegt in Österreich bei bis zu 3 Jahren. Zudem kann dies als Dauerdelikt bewertet werden. Dies bedeutet, dass der 53-jährige nach Verbüßung seiner Haftstrafe erneut wegen Kindesentführung verurteilt werden kann, sofern die Kinder bis dahin nicht wieder bei der Mutter sind. Die Mutter hat in Österreich wie auch in Ägypten das Sorgerecht.

 

By |12 März 2017|Categories: Kindesentführung, Kindesentzug, Urteile/Gesetze|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Kindesentzug: Vater verurteilt