Schutz vor Kindesentführung bei der Ausreise. Info der Bundespolizei

Die Bundespolizei in Erfurt hat aktuell nochmals erklärt, was bei der Ausreise mit Kindern aus Deutschland zum Schutz vor Kindesentführung zu beachten ist.

Seit dem Jahr 2012 müssen auch alle Kinder über ein eigenes Reisedokument verfügen. Es gilt der Grundsatz: „Eine Person – ein Dokument!“

Sollten Ihre minderjährigen Kinder mit Verwandten oder Freunden reisen, denken Sie daran, dass alle Erziehungsberechtigten der Reise nachweisbar zustimmen müssen. Das gilt auch, wenn nur einer von zwei Erziehungsberechtigten bei der Reise dabei ist. Am Einfachsten ist es, eine schriftliche Einverständniserklärung mitzugeben, die alle Erziehungsberechtigte unterschrieben haben. Darauf sollten Name, Vornamen und Geburtsdatum des minderjährigen Kindes angegeben werden, außerdem Reisezweck und -ziel, Begleitpersonen, Dauer der Reise, Namen und Erreichbarkeit aller Erziehungsberechtigten. Zum Schutz vor Kindesentführungen und -entziehungen kann die Bundespolizei diese Nachweise verlangen.

Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt über die Einreisevoraussetzungen des jeweiligen Ziellandes!

Genaue Reiseinformationen über die Einreisevoraussetzungen in Ihr Urlaubsland erhalten Sie auch über die Homepage des Auswärtigen Amtes.

 

4 Kommentare

  1. Rauter Mariela 13. Dezember 2015 um 00:38 Uhr

    Dann sollten Kinder, die in der EU geboren wurden, abgesichert werden. Wenn ein Elternteil in ein Land reist,das kein Abkommen mit der EU hat, muss eine Regelung stattfinden. Meine Kinder wurden vor 5 Jahren vom KV nach Tunesien verschleppt. Österreich hat kein Abkommen mit Tunesien und der KV ist sich im eigenen Land sicher. Ohne Beglaubigte Unterschrift vom Vater darf die Mutter oder sonst wer, nicht mit dem Kind ausreisen! Also muss etwas gemacht werden, das auch der andere Elternteil in so einem Land zugriff zu den Kindern hat.

    • Team Kindesentzug24 13. Dezember 2015 um 15:46 Uhr

      Dafür ist eigentlich das Haager Abkommen gedacht. Leider hat Tunesien dies bis dato nicht unterzeichnet, so dass es keinerlei internationale Abkommen mit Tunesien gibt. Frankreich hingegen hat ein binationales Abkommen mit Tunesien, so dass hier unter bestimmten Vorraussetzungen Rückführungen möglich sind.

  2. HeFi 24. November 2015 um 00:44 Uhr

    Eine einfache schriftliche Einverständniserklärung ist leicht zu fälschen.
    Die Personendaten und die Unterschriften sollten von der zuständigen Gemeindebehörde oder einem Notar beglaubigt sein.

  3. Jürgen Schmidt 26. Oktober 2015 um 14:14 Uhr

    Bei meiner Tochter versagten die beamten, trotz Grenzsperre wurde sie nach Russland entführt (über den Flughafen Frankfurt).
    Möchte wissen, welche Dilettanten da arbeiten. Wie soll es denn dann an den nicht gesicherten Aussengrenzen des Schengenraums über den Landweg anders sein?

    Lachhaft!!! Grenzsperre funktioniert vielleicht zu 40%

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