Versuchte Kindesentführung? Vergleich 16 Monate Haft

Im Fall der versuchten Kindesentführung eines neunjährigen Mädchens in Branzoll (Bozen) hat ein 34-jähriger Nigerianer einem Vergleich von 16 Monaten Haft zugestimmt.

Eine 9-jährige Schülerin befand sich gerade auf dem Heimweg, als sie von dem 34-jährigen an der Bushaltestelle eines Supermarktes angegangen wurde. Der Nigerianer soll das Mädchen bedrängt und es aufgefordert haben ihm in eine Tiefgarage zu folgen. Die 9-jährige konnte sich losreißen und nach Hause laufen.

Kurze Zeit später konnte der Tatverdächtige aus Trentino,  welcher über eine gültige Aufenthaltsgenehmigung verfügt und sich aus „humanitären Gründen“ in Italien aufhält, festgenommen werden.

Anklage wegen versuchter Kindesentführung zurückgestuft.

Die Anklage wurde nun vom Gericht in Bozen von versuchter Kindesentführung auf Nötigung zurückgestuft. Medienberichten zufolge war damit ein Vergleich möglich.

Fall wurde vorsichtig behandelt.

Der Tatsache geschuldet, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Einwanderer handelt wurde der Fall mit besonderer öffentlicher Zurückhaltung behandelt.

Der ermittelnde Staatsanwalt Igor Secco und die Carabinieri wollten verhindern, dass aus dem Vorfall politisches Kapital geschlagen werde, bzw. der Fremdenhass geschürt werden könnte.

 

By |08 Dezember 2016|Categories: Kindesentführung, Urteile/Gesetze|Tags: |Kommentare deaktiviert für Versuchte Kindesentführung? Vergleich 16 Monate Haft