Die Bundespolizei konnte am Frankfurter Flughafen eine Kindesentziehung zweier Kinder durch ihre Mutter in den Iran verhindern.

Wie die Bundespolizei in Frankfurt nun mitteilte, wurden Beamte bei der Ausreisekontrolle am vergangenen Samstag auf eine 38-jährige Frau aufmerksam, welche mit ihren beiden 12 und 14 Jahre alten Töchtern in den Iran ausreißen wollte. Die Tatsache, dass die Kinder einen anderen Nachnamen als die Mutter tragen und dass derzeit keine Schulferien sind, war Anlass zu einer intensiveren Kontrolle. Bei dieser konnte dann festgestellt werden, dass die Mutter mit den Kindern in den Iran möchte, um dort mit ihnen dauerhaft zu leben. Der Vater der beiden Mädchen wusste nach Nachfrage nichts von dieser Reise.

 

Verfahren wegen Kindesentziehung eingeleitet.

Das aus dem iranisch stämmige Elternpaar mit deutscher Staatsangehörigkeit hatte sich getrennt. Ein Scheidungsverfahren ist anhängig. Die beiden Kinder wurden in Rheinland-Pfalz geboren. Die 38-jährige wollte durch die Kindesentziehung das Sorgerechtsverfahren in Deutschland umgehen, bzw. erschweren.

Gegen die 38-jährige Mutter wurde ein Verfahren wegen Kindesentziehung eingeleitet. Die Kinder kamen in Schutzgewahrsam und wurden vorläufig dem Jugendamt übergeben.