Verstärkte Kontrollen wegen Kindesentführung in der Reisezeit.

In der Hauptreisezeit hat die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen alle Hände voll zu tun und bewegt sich personell am Limit.  Mehr als 200 000 Passagiere werden zu dieser Zeit täglich abgefertigt. Fast alle Straftaten und Schwierigkeiten, die am Flughafen immer auftreten, gibt es in der Hauptreisezeit verstärkt, betont Polizeihauptkommissar Altenhofen, gegenüber der Frankfurter Neuen Presse.

Wie Behördensprecher Altenhofen gegenüber der FNP weiter berichtet, wird durch die Beamten der Bundespolizei in der Ferienzeit auch ein verstärktes Augenmerk auf Kinder gelegt um Kindesentführungen oder Kindesentziehungen ins Ausland zu verhindern.

Besonderes Augenmerk auf alleinreisende Eltern mit Kind.

Es werde daher bei alleinreisenden Elternteilen, welche ein Kind mitführen genau geprüft, ob die erwachsene Begleitperson auch der sorgeberechtige Elternteil ist. So werden als Beispiel bei einem dunkelhäutigen Kind, welches mit einem hellhäutigen Mann reisen möchte, welcher auch noch einen anderen Namen als das Kind trägt, „tiefergehende“ Kontrollen durchgeführt. Beide Personen werden dann vor ihrer Ausreise eingehend befragt. Sollte es zu Unstimmigkeiten kommen, beginnen Ermittlungen. Naheliegend hierbei ist ein klärender Anruf bei der Mutter.

Immer wieder Kindesentführungen in der Reisezeit.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu einer Zunahme von Kindesentführungen oder Kindesentziehungen durch einen Elternteil ins Ausland. Der Frankfurter Flughafen als internationales Drehkreuz im Luftverkehr ist somit in diesem Bereich besonders betroffen. So konnten in der Vergangenheit immer wieder Kindesentführungen durch die Beamten am Frankfurter Flughafen verhindert werden. Auch wenn die Zahl der Entführungen in den nordafrikansichen Bereich, vermutlich aufgrund der dortigen politischen Lage, stark rückläufig sind, so erhöhen sich hierfür im Gegenzug jedes Jahr Kindesentführungen in den Bereich des Haager Übereinkommens.