Nach einem jahrelangen, internationalen Sorgerechtsstreit um die kleine Sofia zwischen Mutter Doris Povse aus Österreich und dem leiblichen Vater in Italien, hat das Gericht in Venedig nun ein endgültiges Urteil gefällt.

Sofia darf bei ihrer Mutter in Österreich bleiben, dem Vater wurde nach Angaben der Anwältin der Familie, Astrid Wagner, ein großzügiges Besuchsrecht zugestanden.

Das Urteil ist rechtskräftig.

 

Damit geht ein jahrelanger internationaler Sorgerechtsstreit zu Ende. Die Vorgeschichte zu diesem Fall finden Sie hier: Fall Sofia: Die Chronik

Gerade die Vorgeschichte zu diesem Fall, spaltet die Gemüter. Dem Vater war zuvor in allen Instanzen das Kind zugesprochen worden, selbst auf europäischer Ebene. Eine Rückführung wurde dennoch stetig verweigert. Das nun ein solches Urteil gesprochen wird, war im Sinne des Kindeswohles zu erwarten, hebt jedoch auch deutlich hervor, dass das Haager Abkommen und andere internationale Abkommen zur Kindesrückführung einer dringenden Überarbeitung bedarf, da sie sonst das Papier nicht wert sind, auf welchem sie geschrieben.