Im Kindesentführungsfall eines Babys aus Tschechien nach Deutschland,  durch ein deutsches Paar, hat der Bundesgerichtshof das Urteil des Landgericht Koblenz bestätigt.

Das Paar hatte im Sommer 2012 die kleine Michala im tschechischen Ústí nad Labem vor den Augen der Mutter aus einem Kinderwagen gerissen und nach Deutschland entführt.

Das Landgericht Koblenz  verurteilte die die 48-jährige Melanie B., sowie den 51-jährigen Uwe R. jeweils zu einer Freiheitsstrafe von 4,5 Jahren.

Gegen dieses Urteil legten die Beschuldigten Revision vor dem Bundesgerichtshof ein, da nach Auffassung eines Verteidigers die Akte manipuliert worden sei. Die Geschäftsstelle des Landgericht Koblenz  hätte womöglich bei der Datierung des Urteils getrickst.

Der 2. Strafsenat folgte dieser Auffassung nicht und konnte keine solche Manipulation erkennen.

Die Revision des Urteils des Landgerichts Koblenz wird verworfen.

Die Entscheidung ist rechtskräftig.

 

Links zum Fall der Kindesentführung:

http://www.kindesentzug24.com/prozess-um-baby-entfuehrung-angeklagter-glaubte-sein-eigenes-kind-zurueckzuholen/

http://www.kindesentzug24.com/entfuehrtes-baby-in-deutschland-gefunden/

http://www.kindesentzug24.com/polizeifahndung-baby-entfuehrt/