Aus Sorge um Kindesentführung, wird die Uniklinik in Lausanne die Sicherheit von Babys auf der Neugeborenenstation durch elektronische Fußfesseln erhöhen

 

Ähnliches bereits in Paris im Einsatz

Die Paris Klinik Le Raincy-Montfermeil dient als Beispiel für ein solches Sicherheitsmodell. Das Klinikum setzt seit einigen Jahren ein solches Sicherheitssystem in Form von elektronischen Armbändern ein, um die Neugeborenen vor einer Kindesentführung zu schützen.

 

Uniklinikum in Lausanne plant Fußfesseln für Babys

Anders als in Paris, sollen in Lausanne Fußfesseln anstatt Armbänder zum Einsatz kommen. Die Uniklinik werde nach Aussagen ihres Sicherheitschefs vorerst 20 solcher Geräte anschaffen. Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, bevor etwas Ernstes passiert, so der Sicherheitsverantwortliche gegenüber der der Zeitung La Matin. Ein geeigneter Anbieter für solche Geräte sei bisher jedoch noch nicht gefunden.

 

Elektronischer „Käfig“ zum Schutz vor Kindesentführung

Wie das Nachrichtenportal „20 Minuten“ berichtet, sollen die Bändchen nur sehr wenig wiegen und werden dem Kind als reine Vorsichtsmaßnahme angelegt Wird ein Baby von dem vorher definierten Bereich entfernt, geht ein Alarm los – auch wenn man versucht, das Gerät zu entfernen.

Die Arm- oder Fußfesseln kommunizieren über Antennen, die im Spital installiert werden. Es soll verschiedene Alarmstufen geben. Bei der letzten Stufe wird das Sicherheitspersonal alarmiert und Türen automatisch verriegelt.

 

Baby-Entführungen in der Schweiz eher selten

Baby-Entführungen sind in der Schweiz eher selten. Wie das Nachrichtenportal 20 Minuten berichtet, kam es zuletzt 2011 zu einem solchen Fall. In einem Krankenhaus Nähe Münsterlingen entführte ein Vater sein Kind, um das Sorgerecht zu erpressen. Er wurde schließlich von der Polizei geschnappt. Das Baby blieb unverletzt.