Wegen der Kindesentführung seines damals 4-jährigen Sohnes nach Portugal, wurde der Vater heute in Frankfurt zur einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

Der 40-jährige Mann hatte 2010, seinen damals 4-jährigen Sohn, vom Kindergarten abgeholt und ist mit ihm auf direktem Weg nach Portugal gefahren. Dort lebte er über 4 Jahre mit seinem Sohn trotz internationalem Haftbefehl unbehelligt. Nach eigenen Angaben hat er dort als Aushilfe gearbeitet.

Im März konnte er durch die portugiesischen Behörden festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert werden.

 

Mangelnder Umgang als Entführungsgrund.

In der heutigen Verhandlung vor dem Frankfurter Amtsgericht , räumte der 40-jährige die Tat ein. Grund für die Entführung seines Sohnes war nach seinen Angaben ein voraus gegangener Sorgerechtsstreit, durch welchen er das Kind nur eingeschränkt sehen durfte.

 

Bewährungsstrafe für Vater.

Das Amtsgericht verurteilte den 40-jährigen Vater heute wegen Kindesentzug zu einer Haftstrafe von 2 Jahren, welche zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem muss er 300 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten.

Als strafverschärfend wertete das Gericht den außergewöhnlich langen Zeitraum der Kindesentziehung.

 

Kind bei der Mutter.

Die Kindsmutter erreichte vor Gericht eine völlige Kontaktsperre. Der Sohn wurde nun mit zweijähriger Verspätung eingeschult, wie die Mutter im Zeugenstand erklärte.

 

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