Eine deutsche Mutter kämpft in Kanada um ihren 4-jährigen Sohn. Ein kanadisches Gericht hat dem Vater das alleinige Sorgerecht zugesprochen.

2005 lernte Anna ihren Mann, einen Kanadier, kennen. Fortan führten Sie eine Fernbeziehung und pendelten zwischen Deutschland und Kanada. 2009 wurde der gemeinsame Sohn Max geboren.  Da beide zu diesem Zeitpunkt noch nicht verheiratet waren, erhält die Mutter das Sorgerecht. Auch hier hielt die Fernbeziehung an und Anna pendelte weiterhin mit ihrem Sohn zwischen den beiden Ländern hin und her.  Im Oktober 2010 heiratet das Paar in Kanada, lässt jedoch die Ehe in Deutschland nicht anerkennen.

Anna hilft 4 Monate lang ihrem Mann in dessen Geschäft aus. Alles scheint in Ordnung, bis ihr Mann ihr wenige Monate später eine Affäre beichtet. Anna fliegt mit ihrem Sohn Max zurück nach Deutschland. Ihr Mann sperrt ihr daraufhin das gemeinsame Konto und „drangsalierte“ sie mit bis zu 20 SMS am Tag.

 

Anschuldigung wegen Kindesentführung.

Der Alptraum für Anna begann jedoch wenige Wochen später, als die Kriminalpolizei bei Anna vor der Türe steht. Der Kindsvater hatte sie wegen Kindesentführung angezeigt. Die Staatsanwaltschaft nahm wegen Kindesentführung die Ermittlungen auf, stellte das Verfahren jedoch später ein, da die Mutter das Gegenteil beweisen konnte.

Anna beantragte das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht, was sie von einem deutschen Gericht zugesprochen bekam. Indessen beantragte jedoch der Vater eine Kindesrückführung nach dem Haager Abkommen (HKÜ) und bekam Recht. Max soll dem Vater übergeben werden.  Zwar sieht das Gericht keine Kindesentführung, ist jedoch der Meinung, dass die kanadischen Gerichte für den Sorgerechtsprozess zuständig sind.

Gegen das erstinstanzliche Verfahren geht die Mutter in Beruf. Jedoch kam auch das OLG in Hamm in zweiter Instanz zu keinem anderen Ergebnis. Das Oberlandesgericht sieht die Entscheidung zur Bestimmung des ständigen Aufenthaltsortes bei einem Gericht in Kanada.

Gerichtsvollzieher holt kranken Max.

Anna plant daraufhin mit dem kleinen Max die Reise nach Kanada, musste diese jedoch  aufgrund einer Krankheit von Max verschieben. Max wurde von einem Arzt für nicht reisefähig befunden. Das kanadische Gericht verlegte den Verhandlungstermin daher auf den 16.03.2012, was den Vater jedoch wenig interessierte. Trotz der attestierten Reiseunfähigkeit, ließ der Vater den 3-jährigen Max am 01.03.2012 vom Gerichtsvollzieher abholen und nach Kanada überbringen.

Anna reißte ihrem Sohn nach. Am 16.03.2012 kam es in Kanada zum Gerichtstermin. Das kanadische Gericht urteilte, vorläufiges gemeinsames Sorgerecht.  Unter der Woche ist Max beider Mutter, an den Wochenenden beim Vater. Die Hauptverhandlung wird auf Ende 2012 vertagt.

 

Schwere Zeiten in Kanada.

Leider besserte sich die Situation für Anna nicht. Ganz im Gegenteil. Der Kindsvater zahlte die ersten 3 Monate keinen Unterhalt. Anna musste sich mit dem kleinen Max alleine in Kanada durchschlagen, ohne Geld, Freunde und mit den Nerven am Ende. Eine Frau nimmt Sie auf und stellt Anna ein Zimmer in Ihrem Haus zur Verfügung, 70 Km von Toronto entfernt, wo sie sich auf die Hauptverhandlung vorbereiten konnte. Geld für einen Anwalt hatte sie  nicht. Erst eine Woche vor der Hauptverhandlung konnte sie einen Anwalt einschalten der auf Gerichtskostenbasis arbeitete, während der Vater einen der besten Familienanwälte Torontos für sich gewinnen konnte.

Es kam wie es kommen musste, Anna verlor in Kanada das Sorgerecht. Dieses wurde alleine dem Vater zugesprochen. Max darf dreimal im Jahr für je eine Woche zur Mutter nach Deutschland und Anna darf Max 2 Wochen im Jahr in Kanada besuchen. Für die Reisekosten allerdings muss Anna alleine aufkommen und das bei einem Monatsgehalt durchschnittlich 1000 Euro.

Alleine der Rechtsweg hat Anna bisher 75 000 Euro gekostet, für eine fristgerechte Berufung fehlten ihr die weiteren Mittel.  Dem allerdings nicht genug.  Ein kanadisches Gericht verurteilte die Mutter im April 2013 zu einer Zahlung von 105 000 Dollar an ihren Ehemann.

An drei festgelegten Tagen in der Woche darf die Mutter nun mit meinem vierjährigen Sohn über Skype telefonieren.

Anwälte in Kanada sind sehr teuer und haben Stundensätze um die 500 Dollar. Um weiter um ihren Sohn kämpfen zu können, hofft Anna nun auf Spenden und veröffentlicht ein Buch zu Ihrem Fall.

 

Spendenaufruf und Buchveröffentlichung. Infotext.

Der jungen Mutter Anna Martin wurde der Sohn Max nach einem ungleichen Prozess vom Gerichtsvollzieher entrissen und nach Kanada zum Vater gebracht. Seitdem kämpft sie wie eine Löwin darum, ihn wieder nach Hause zu holen. Anna will nicht länger schweigen und schreibt gerade an einem Buch über ihren Kampf – einen mutigen Kampf um ein Leben mit ihrem Sohn Max. Das Buch Nicht ohne meinen Sohn wird voraussichtlich im Juni 2014 erscheinen.

Die Crowdfunding Plattform für Buchprojekte 100fans.de unterstützt Annas Kampf um ihren Sohn. Seit heute hat Sie zu einer großen Spenden-Aktion aufgerufen. Von jedem hier bestellten Buch bekommt Anna zehn Euro. Wer sie zusätzlich mit Spenden unterstützen möchte, kann weitere Fanpakete zu jeweils 30 oder 110 Euro bestellen. Jedes Fanpaket zählt! Denn Anna wird den Sorgerechtsprozess in Kanada wieder aufnehmen und in einem Berufungsverfahren weiter um Max kämpfen. Für Anwaltskosten und Flüge braucht sie dringend finanzielle Unterstützung. Ein guter Anwalt in Kanada bekommt im Schnitt 500-800 Dollar die Stunde. Das heißt, um in diesem Land Gerechtigkeit walten zulassen ,braucht man leider sehr viel Geld.

Weitere Infos zur Aktion finden Sie unter:

https://100fans.de/projects/68

 

Mehr über Max und Anna:
In Anna Martins Blog
Auf Anna Martins Facebook-Seite

 

Leseprobe zum Buch „Nicht ohne meinen Sohn.“