In Griechenland wurde ein Österreicher wegen Kindesentführung und Missachtung eines Gerichtsbeschlusses auf Bewährung verurteilt.

Der 46-jährige Niederösterreicher reiste mit seinem 4-järhigen Sohn im Sommer 2012 zu einem Urlaub auf die Philippinen.  Die Mutter, eine gebürtige Griechin und Inhaberin des Sorgerechts,  erstatte daraufhin Strafanzeige. Noch im Urlaub auf den Philippinen musste das Kind der Mutter übergeben werden.

Hierfür stand der österreichische Vater nun in Korinth (Griechenland) vor Gericht und wurde zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten, wegen Kindesentführung und Missachtung eines Gerichtsbeschlusses, verurteilt.  Der 46-jährige Österreich legte Berufung, das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.

Sorgerechtsstreit.

Der „Kindesentführung“ geht ein Sorgerechtsstreit voraus, welcher in beiden Ländern unterschiedlich entschieden wurde.

Nach der Geburt des Sohnes im Jahre 2008 lebte die Familie teilweise in Griechenland und teilweise in Österreich. Nach der Trennung des Paares im Frühjahr 2012 wurde in Österreich ein gemeinsames Sorgerecht vereinbart. Kurz darauf  jedoch, hat die Mutter in Griechenland das alleine Sorgerecht beantragt, welches ihr dort zugesprochen wurde.