In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag konnte durch die Polizei auf der Autobahn bei Rohrdorf (LK Rosenheim) ein Kindesentzug in die Türkei verhindert werden.

Kurz vor dem Grenzübertritt nach Österreich stoppten bayerische Schleierfahnder der Polizeiinspektion „Fahndung“ Rosenheim einen 24-jährigen Mann türkischer Abstammung, in einem Mercedes mit französischem Kennzeichen. Im Fahrzeug befanden sich auch seine beiden 4- und 5-jährigen Kinder.

Gegenüber den Beamten gab der Fahrer an, sich auf dem Weg nach Istanbul zu befinden.

Polizei wurde misstrauisch.

Bei einer genaueren Kontrolle des Fahrzeugs, bemerkten die Polizisten, dass es sich bei der für die Kinder mitgeführten Kleidung ausschließlich um unbenutzte Neuware handelt. Da dies nicht der Regel entspricht, wurden die Fahnder misstrauisch.

Fahndungsabfrage positiv.

Ihre Vorahnung sollte die Beamten nicht täuschen. Eine Fahndungsabfrage des Vaters und der beiden Kinder bestätigte, dass die beiden Kinder vor wenigen Stunden in Frankreich, von der sorgeberechtigten Mutter als vermisst gemeldet wurden. Der 24-jährige Vater hatte sie der Mutter entzogen und wollte die beiden Kinder in die Türkei bringen.

Auf Bitte der französischen Behörden wurden die beiden Kinder durch das Jugendamt, bis zum Eintreffen der Mutter, in Obhut genommen.

Im weiteren Verlauf der Kontrolle, konnten die Fahnder im Fahrzeug noch ein „Würgeholz“ (Nunchaku) finden. Das Mitführen dieses Gegenstandes stellt ein Vergehen nach dem Waffengesetz dar.

Der 24-jährige Vater wurde im Anschluss durch die Polizei eingehend vernommen.

 

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